Wenn es darum geht, Ausreden für Sport zu finden, kennt die Fantasie von Sportmuffeln keine Grenzen. Schließlich sind Ausreden schon von Kindesbeinen an antrainiert. Wer hat nicht schon in der Schule mal eine Ausrede benutzt, um den Sportunterricht fern bleiben zu dürfen.
Heute bist du niemanden mehr Rechenschaft schuldig – nur dir selbst. Doch selbst da verfallen viele in alte Muster und haben sofort Ausreden parat, die sie sich selbst einreden. Mit Erfolg!
Kennst du auch eine dieser 10 Ausreden für Sport?
- #1: Ich habe keine Zeit.
Der Klassiker und die Ausrede Nummer 1. Unangefochten! “Heute habe ich einfach zu viel zu tun, aber morgen gehe ich zum Sport.” Kennst du? Keine Zeit heißt keine Priorität. Wie viele Stunden verbringst du täglich vorm TV? Im Durchschnitt aller Deutschen sind es noch immer über 3 Stunden. In Worten: Drei!!! Dein körperliches und geistiges Wohlbefinden ist dir demnach weniger Wert als der TV-Abend. Selbst wenn dein Job, deine Familie oder andere Verpflichtungen dich in Beschlag nehmen, ein paar wenige Minuten sollten immer drin sein. Schon 20-30 Minuten pro Tag genügen, um dir eine gute Fitnessbasis zu schaffen. Trage diese halbe Stunde in deinen Kalender ein.
- #2: Ich bin zu müde.
Du kommst geschafft von der Arbeit nach Hause und bist einfach nur müde. Auch das ist eine Ausrede, denn Sport gibt dir Energie zurück, statt noch mehr zu rauben. Schnüre deine Laufschuhe und renne um den Block, diese Sauerstoffdusche lässt deine Müdigkeit vergessen. Falls du das wirklich nicht mehr am Abend schaffst, dann verlege deinen Sport doch auf den Morgen. Die zwei häufigsten Gründe für Müdigkeit haben übrigens nichts mit deinem Job zu tun: Zu wenig Schlaf und falsche Ernährung. Das Suppenkoma nach dem Mittagessen ist ein Inbegriff dafür. Zu viele Kohlenhydrate machen müde.
- #3: Das Wetter ist schlecht.
Dir ist es zu kalt, zu heiß, zu nass oder zu schwül – das Wetter passt nie zu deinem Sport und deshalb bleibst du gleich zu Hause. Kann man machen – muss dich aber nicht vom Sport abhalten. Auch zu Hause lässt sich ein sehr gutes Workout absolvieren. Deine Rumpfstabilität sollte sowieso mal wieder trainiert werden. Und wenn du mal ehrlich bist, mit der passenden Kleidung ist das Wetter auch gar kein Hindernis mehr.
- #4: Ich habe keine Ausrüstung.
Dann kaufe dir welche. Gute Sportklamotten sind Gold wert und erhöhen langfristig deine Motivation. Dabei muss es gar nicht teuer sein, schließlich bieten Kaffeeröster oder Discounter regelmäßig vernünftige Sportsachen zu unschlagbaren Preisen an. Du musst nicht gleich deinen ganzen Kleiderschrank damit füllen (das passiert früher oder später ohnehin), ein paar gute Schuhe, eine Hose, ein kurzes und ein lange Shirt sowie eine dünne Jacke – schon hast die notwendige Ausstattung, um Laufen zu gehen. Noch einfacher geht es nur, wenn du zu Hause trainierst.
- #5: Ich habe keine Gelegenheit.
Die einen müssen zu Hause auf die Kinder aufpassen, die anderen sind ständig auf Dienstreise unterwegs. Keine Gelegenheit ist ständig eine Ausrede. Die Familie in deine Fitnessgewohnheiten einzubinden, bringt den Kleinen große Freude. Sei es beim Joggen im Park oder eben deine Übungen am Spielplatz oder im heimischen Wohnzimmer. Und auch auf Dienstreisen gibt es immer Möglichkeiten. Laufschuhe passen noch in jedes Handgepäck und den Abend an der Bar mit den Kollegen kann man durchaus gegen die Laufschuhe tauschen. Am besten animiert man die Kollegen noch, mitzukommen. Danach schmeckt das Bier auch besser.
- #6: Ich habe keine Lust.
Das ist eher eine Feststellung, denn eine Ausrede. Einmal darf das auch vorkommen. Ist halt so. Wirklich? Wer behauptet Sport und Bewegung macht keinen Spaß, hat noch nicht die passende Sportart für sich gefunden. Wenn Laufen für dich öde ist, dann gehe eben mit Freunden zum Badminton. Fehlt es völlig an Motivation? Dann helfen dir diese 21 Tipps weiter. Oder probiere mal den 5-Minuten-Trick. Zwinge dich zu 5 Minuten Sport. Wenn du dann noch immer keine Lust hast, kannst du sofort aufhören. Meistens wird das aber nicht der Fall sein.
- #7: Ich kann das nicht.
Bewegung ist dir zu wieder – du bist einfach unsportlich! Sagt wer? Richtig – meist spricht da der innere Kritiker aus dir. Stell ihn ab und bewege dich. Probiere doch mal eine Schrittzähler-App an deinem Smartphone. Vielleicht motiviert dich wenigstens das für das bisschen mehr an Bewegung. Es ist ein Anfang! Im Laufe der Zeit wird Bewegung etwas ganz normales und damit sinkt auch die Hemmschwelle zu “echtem” Sport. Denn den gibt es garantiert für jeden. Wikipedia zählt über 500 Sportarten auf – wenn da nicht auch was für dich dabei ist?!
- #8: Ich habe zu viel Stress.
Das hört man sehr oft in Zusammenhang mit #1. Dabei solltest du dir gerade in stressigen Phasen unbedingt Zeit für Sport frei schaufeln. Sport baut Stress ab – sei es der Ärger mit deinem Partner/Partnerin, dem Chef oder Kollegen oder den Kunden. Nach einer halben Stunde Sport sind oft die schier unlösbaren Probleme zu kleinen machbaren Happen geschrumpft. Sport regt nämlich auch deinen Geist und deine Kreativität an. Allerdings solltest du gerade bei Ärger und Stress der Versuchung widerstehen, zu hart zu trainieren. Lockere Bewegung ist der beste Stresskiller.
- #9: Das bringt mir doch sowieso nichts.
Die paar Minuten pro Tag bringen doch sowieso nichts, dann kannst du es auch gleich bleiben lassen. Falsch – jede Bewegung ist besser als keine Bewegung. Jede – und sei es die Treppe, die du diesmal zu Fuß statt mit dem Aufzug nimmst. Wie viel ist dir deine Gesundheit wert? Investiert du mehr Zeit wöchentlich in die Pflege deines Autos als in deinen Körper? Bedenklich – dein Auto verkaufst du bald wieder. Deinen Körper hast du bis an dein Lebensende. Und das kannst du durch Sport hinauszögern. Laut einer Studie verursacht Inaktivität weltweit etwa 10% der Todesfälle. Zu viel Sitzen ist für 6% der Herzkrankheiten, 7% der Diabetes-Fälle und sogar 10% von Brust- und Darmkrebs verantwortlich.
- #10: Mir geht es nicht gut.
Hast du einen grippalen Effekt, dann gehörst du ins Bett. Ansonsten gilt, solange du vom Arzt keine Bettruhe verordnet bekommen hast, ist leichte Bewegung gut. Erst Recht bei Kopfschmerzen. Und selbst sportliche Aktivitäten gehen oft mit Einschränkungen. Dein Fuß ist gestaucht? Es gibt prima Übungen für den Rücken, die Arme und den Bauch. Suche Alternativen nicht Ausreden.
Welche der 10 Ausreden für Sport benutzt du? Ich erwische mich ab und zu bei #1, #3, #5 und #8. Und du?
Weiterführende Links:
- Mehr Zeit für Sport!
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Über den Autor: Torsten Pretzsch

Ich bin 2008 von der Couch aufgestanden, um ein sportlicheres Leben zu führen. Begonnen mit einer Laufrunde von 15 Minuten, lief ich Jahre später Marathon und absolvierte einen Ironman.
Mit dem ausdauerblog möchte ich meine Vision verwirklichen, über 50.000 Menschen dauerhaft zum Laufen zu bringen.